"Gotik & Co."

Wismars einzigartige Architektur im Weltkulturerbe


Gotik

 

Die Gotik ist eine Epoche der europäischen  Architektur und Kunst im Mittelalter.

Sie entstand um 1140 in Frankreich (Paris und Umgebung) und währte bis Anfang des 16. Jahrhunderts.

Im Gegensatz zur Kunst, ist die Architektur durch ihre Elemente klar abgegrenzt.

 

In den Nordniederlanden, Norddeutschland und im Ostseeraum entsteht eine

Sonderform der Gotik, die Backsteingotik.

Im 12. Jahrhundert wird zunehmend Backstein als Baumaterial verwendet und somit gehören die ältesten Bauten zur sogenannten Backsteinromanik.

 

Aus der Epoche der Backsteingotik befinden sich in Wismars Altstadt sehenswerte und interessante Gebäude sowie Einrichtungen, welche jeder Gast gesehen haben sollte.


Renaissance

 

Die Architektur der Renaissance folgte der Gotik und ist die Architektur des Wiederbelebens und Weiterentwickelns bestimmter Elemente der Römischen Antike.

             Der Renaissancestil betont die Symmetrie, Proportionen, Geometrie und die Anordnung der Bauteile, wie sie in der Architektur des Alten Roms in vielen Bauwerken zu sehen war.

             Die Anordnung der Säulen, Pilaster und Lisenen, der Bau von Bögen, Kuppeln und Nischen erfolgt nach festen Regeln und ersetzt die komplexen Proportionssysteme und unregelmäßigen Profile gotischer Bauwerke.

            

Wismars Fürstenhof, Schabbellhaus und Wasserkunst  sind klassische Bauwerke der

niederländischen Renaissance


Barock

 

Das Wort entstammt der portugiesischen Sprache und bedeutet unregelmäßig oder schief.

 

In der Architektur des Barock werden alle Regeln der Renaissance aufgelöst und schwingende, konkave Formen, Säulen, Kuppeln, Giebel und Fensterbekrönungen mit ornamentalem Schmuck reich versehen.

 

Herausragende profane Bauwerke des Barock sind Versailles, der Zwinger in Dresden, das Neue Palais Sanssouci oder Schloss Schönbrunn   ... um nur einige zu nennen.

 

Zwei herausragende Bauwerke des schwedischen  Militärarchitekten Erik Dahlberg sind bis heute noch in Wismar zu bewundern.



Klassizismus

 

Klassizismus bezeichnet den Zeitraum zwischen 1770 und 1840.

 

Die Architektur des Klassizismus löst den Barock ab  und orientiert sich stärker als vorherige Stile an dem antiken Bauen, vornehmlich der griechischen Antike.

 

Anwendung findet der Stil in fürstlichen und bürgerlichen Repräsentationsbauten, aber auch im traditionellen Fachwerkbau. Portikus und Säulen sind wieder anzutreffen.

... wie zum Beispiel am Rathaus Wismar.       


Historismus

 

Der Ausdruck Historismus bezeichnet in der Stilgeschichte ein im 19. Jahrhundert

verbreitetes und teilweise noch ins 20. Jahrhundert nachwirkendes Phänomen,

bei dem vor allem die Architekten auf ältere Stilrichtungen zurückgriffen

und kombinierten.

Stilistische Unterarten sind die Neoromanik, Neogotik, Neorenaissance und

der Neobarock.

Eine seiner Funktionen war die Repräsentationsbedürfnisse des in der Gründerzeit

reich gewordenen Bürgertums zu befriedigen.

Umgangssprachlich wird er deshalb als Gründerzeitstil oder Gründerzeitarchitektur

bezeichnet.

Den verschiedenen Baustilen wurden unterschiedliche Funktionen zugeschrieben.

Kirchen wurden im Stil der Gotik oder Romanik, Banken und Bürgerhäuser im Stil der Renaissance, Theater im Barockstil und Fabrikhallen meist im englischen Tudorstil gebaut.

 

Das Ende des Historismus beginnt mit dem Jugendstil, der zwar noch Ornamente verwendet, allerdings ohne jeglichen historischen Bezug.


Alle Rechte für Text und Fotos bei Wismar-Tours, Foto Volter, Susanne Lau.